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Rohrbündelwärmetauscher

Rohrbündelwärmetauscher

Rohrbündelwärmetauscher: Das Kraftzentrum der industriellen Wärmeübertragung

Der Rohrbündelwärmetauscher, eine der kritischsten Komponenten in Industrieanlagen, ist ein System, das den Wärmeaustausch zwischen zwei Fluiden unterschiedlicher Temperatur über eine große Oberfläche ermöglicht, ohne dass diese sich vermischen. Die von Fintherm entwickelten Rohrbündelwärmetauscher sind bekannt für ihre überlegene Leistung unter Hochdruckbedingungen (350 bar Mantel, 1400 bar Rohr) und extremen Temperaturen (200°C – 600°C). Diese Wärmetauscher bieten langlebige und thermoschockbeständige Lösungen in einem breiten Spektrum, von Erdölraffinerien bis hin zu Lebensmittelfabriken. Das grundlegende Arbeitsprinzip besteht darin, dass ein Fluid durch das Innere der Rohre (Rohrseite) fließt, während das andere Fluid durch den Mantel (Mantelseite) strömt, der diese Rohre umgibt. Um den Wärmeübergang zu maximieren, werden im Inneren der Rohre gerippte (korrugierte) oder mit Turbulatoren ausgestattete Rohrtechnologien eingesetzt.

Aufbau und Hauptkomponenten des Rohrbündelwärmetauschers

Fintherm Rohrbündelwärmetauscher werden nach internationalen Standards (TEMA, ASME, EN 13445) gefertigt und bestehen aus drei Hauptteilen:
  • Vorderer Kopf (Eintrittskammer): Der Abschnitt, der den Eintritt des Fluids in die Rohrseite reguliert.
  • Mantel (Shell): Die zylindrische Struktur, die das Rohrbündel umschließt und in der das mantelseitige Fluid zirkuliert. In diesem Teil befinden sich auch Kompensatoren, die thermische Ausdehnungen absorbieren.
  • Hinterer Kopf (Umlenkkammer): Der Teil, in dem das Fluid den Rohrkreislauf abschließt oder die Richtung ändert.
  • Rohrbündel und Rohrböden: Die Lochplatten (Rohrböden), in denen die Rohre fixiert sind, verhindern das Vermischen der Fluide. Die Rohrabstände sind in der Regel in Dreiecks- oder Quadratanordnung mit dem 1,25-fachen des Rohrdurchmessers ausgelegt.

Bauarten: U-Rohr- und Geradrohr-Wärmetauscher

Fintherm bietet je nach physikalischen und thermodynamischen Anforderungen des Prozesses zwei Grundbauarten an:
  • U-Rohr-Wärmetauscher: Bei diesem Modell, bei dem die Rohre in “U”-Form gebogen sind, werden Dehnungen infolge hoher Temperaturunterschiede innerhalb der eigenen Struktur kompensiert. Er wird bevorzugt in Systemen eingesetzt, die eine hohe Kapazität erfordern und bei denen die Druckfestigkeit des kreisförmigen Querschnitts genutzt wird.
  • Geradrohr-Wärmetauscher: Dies ist das Modell, bei dem die Rohre auf einer geraden Linie mit den Rohrböden verbunden sind. Der größte Vorteil besteht darin, dass das Innere der Rohre mechanisch leicht gereinigt werden kann. In der Lebensmittel- und Chemiebranche, wo Hygiene entscheidend ist, bietet er eine hohe Leistung bis zu 350°C.

Materialauswahl und Fertigungstechnologie

Bei der Herstellung von Rohrbündelwärmetauschern wird die Materialwahl von unserem Expertenteam basierend auf der Korrosionswirkung und der Temperatur des Fluids bestimmt. Als Rohrmaterial können Kupfer, Edelstahl, Kohlenstoffstahl (nahtlos oder geschweißt), Bafon (Kupfer-Nickel), Messing oder Titan verwendet werden. Auf der Mantelseite steht eine breite Palette von Kohlenstoffstahl bis hin zu Duplex-Stählen zur Verfügung. Das Design der Umlenkbleche (Baffles) ist bei der Fertigung von entscheidender Bedeutung. Die Bleche zwingen das mantelseitige Fluid zu einer Zickzack-Bewegung um das Rohrbündel, wodurch die Turbulenz und damit der Wärmeübergangskoeffizient maximiert werden.

Einsatzgebiete und sektorale Anwendungen

Dank ihrer flexiblen Bauweise und Langlebigkeit finden diese Wärmetauscher in fast jeder Branche Anwendung:
  • Erdöl und Raffinerie: Rohölerhitzung, Gasverflüssigung und Schwerölkühlung.
  • Energieerzeugung: Als Kondensator und Dampferzeuger in thermischen Kraftwerken und Kernkraftwerken.
  • Textil und Färberei: Präzise Temperaturkontrolle in Garn- und Stofffärbemaschinen.
  • Maritime Wirtschaft: Kühlung von Schiffsmotoren mit Meerwasser.
  • HVAC und Lebensmittel: Fernwärmesysteme, Pasteurisierung und Chillersysteme.
Projektablauf

01.

Bedarfsanalyse und technische Bewertung

02.

Konstruktion und Berechnungen

03.

Produktionsplanung und Materialauswahl

04.

Herstellungs- und Montageprozess

05.

Prüf-, Inspektions- und Zulassungsverfahren

06.

Lieferung, Support und Kundendienst
Produktfotos
Häufig gestellte Fragen
01.
Was ist ein Rohrbündelwärmetauscher und wie unterscheidet er sich von einem Plattenwärmetauscher?
Rohrbündelwärmetauscher sind die widerstandsfähigsten Wärmetauscher gegenüber hohen Druck- und Temperaturunterschieden. Sie bestehen aus einem Rohrbündel in einem zylindrischen Gehäuse. Ihr größter Vorteil gegenüber Plattenwärmetauschern liegt in ihrer Fähigkeit, bei deutlich höheren Betriebsdrücken zu arbeiten, ihrer höheren Toleranz gegenüber Ablagerungen und der Möglichkeit der mechanischen Reinigung der Rohrinnenseiten.
02.
Welche Materialien werden zur Herstellung Ihrer Produkte verwendet?
Es können Kohlenstoffstahl, Edelstahl, Kupfer, Kupfer-Nickel und andere, für die Prozessanforderungen geeignete Legierungen verwendet werden. Die Materialauswahl richtet sich nach den Fluideigenschaften und den Temperaturanforderungen.
03.
Wie wird das Prüfverfahren für Wärmetauscher durchgeführt?
Alle Wärmetauscher werden Dichtheitsprüfungen, hydrostatischen Druckprüfungen, Schweißnahtinspektionen und Sichtprüfungen unterzogen. Bei Bedarf werden zusätzliche Leistungstests durchgeführt und die Ergebnisse dokumentiert.
04.
Welche Kriterien werden bei der Konstruktion zur Auswahl der Fluide für die Rohr- und Mantelseite herangezogen?
Im Allgemeinen werden dem Rohrsystem Hochdruckmedien zugeführt, die stärker verunreinigend (Ablagerungen verursachend) oder korrosionsanfälliger sind. Dies liegt daran, dass die Reinigung der Rohrinnenseiten und die Verwendung korrosionsbeständiger, speziell legierter Rohre wirtschaftlicher ist als die Herstellung des gesamten Mantels aus Spezialmaterialien. Dem Mantelsystem werden Niederdruckmedien oder saubere Medien zugeführt.
05.
Welche Funktion haben die „Leitbleche“ im Inneren eines Wärmetauschers?
Die Leitbleche im Gehäuse erfüllen zwei Hauptfunktionen: Erstens stützen sie das Rohrbündel mechanisch und verhindern so Vibrationen; zweitens erhöhen sie die Turbulenz, indem sie das Fluid auf der Gehäuseseite in eine Zickzackströmung um die Rohre zwingen. Diese Turbulenz steigert die Wärmeübertragungseffizienz im Vergleich zu einer geradlinigen Strömung um ein Vielfaches.
Lassen Sie sich von unseren Experten beraten, um maßgeschneiderte technische Lösungen für Ihr Projekt zu erhalten.
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